Der Elektroautohersteller Tesla (TSLA) hat vom Bundeskartellamt die offizielle Genehmigung für die Fusion mit ATW, einem im westdeutschen Bundesland Rheinland-Pfalz ansässigen Automobilzulieferunternehmen, erhalten.

Das Bundeskartellamt bestätigte die Genehmigung gegenüber der Deutschen Presseagentur und erklärte lediglich, es handele sich um eine „Fusion“.

ATW ist auf Batteriemontagelinien spezialisiert und zählt Volkswagen (VOW3.DE), Mercedes-Benz (DAI.DE) und BMW (BMW.DE) zu seinen Kunden. Die Tochtergesellschaft von ATS Automation Tooling Systems in Kanada wurde im September aufgrund der Coronavirus-Pandemie geschlossen.

Die Übernahme durch Tesla scheint jedoch rund 200 Arbeitsplätze im Unternehmen gerettet zu haben. ATW liegt nur 100 Kilometer von Tesla Grohmann Automation entfernt, das Tesla 2016 erworben hat.

Zum Zeitpunkt der Übernahme von 135 Mio. USD (104 Mio. GBP) nannte Musk dies „unsere erste bedeutende Errungenschaft in unserer gesamten Geschichte“. Grohmann stellt automatisierte Fertigungssysteme für Batterien her.

Tesla baut derzeit in Brandenburg bei Berlin eine Gigafabrik mit Batteriebetrieb. Das Werk, das Tesla bis Mitte 2021 fertigstellen will, soll 500.000 Fahrzeuge pro Jahr bei voller Kapazität produzieren und rund 12.000 Arbeitsplätze schaffen.

Während Politiker den Bau der Gigafactory als Arbeitsplatzschaffenden und als Beweis dafür gelobt haben, dass Deutschland ein attraktiver Ort für ausländische Investitionen ist, wurde der Standort von Einheimischen ins Visier genommen, die protestierten, dass er das Wasser kontaminieren und das ländliche Gebiet schädigen wird.

Die örtliche Wasserversorgung teilte letzte Woche mit, dass sie den Wasserzugang der Anlage wegen unbezahlter Wasserrechnungen vorübergehend abgeschaltet habe. Ein Sprecher des Wasserunternehmens erklärte gegenüber Associated Press, dass “wir Tesla nicht anders behandeln können als andere Kunden”, das Wasser jedoch nach Zahlung der Rechnung wieder eingeschaltet werden würde.

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