Der erste von drei Airbus A350, die an die deutsche Luftwaffe ausgeliefert wurden, um hochrangige deutsche Beamte zu transportieren, wurde eingesetzt, um die enorme COVID-19-Welle zu bewältigen, die derzeit durch Indien zieht. Am Samstag flog das Flugzeug von Köln nach Neu-Delhi und hielt auf dem Rückweg in Zypern an.

Indien befasst sich derzeit mit der zweiten Welle von COVID-19, die nach Ländern die schlimmste der Welt geworden ist. Am Freitag registrierte die Nation an einem Tag über 400.000 neue Fälle des Virus. Damit war sie das erste Land, das dies seit Beginn der Pandemie Anfang letzten Jahres getan hat.

Auf dem Weg nach Indien

Ende letzter Woche berichtete Simple Flying über die Bemühungen der Lufthansa Group, die daran arbeiten, wichtige Coronavirus-Hilfe nach Indien zu bringen, wenn die Fälle im Land zunehmen. Jetzt beteiligt sich die Bundesregierung auch an einer Lieferung mit dem neuesten Passagierflugzeug der Luftwaffe.

Nach Angaben von ihnen verließen 10 + 03 ihre Basis in Köln als Flug GAF955 (wobei GAF für die deutsche Luftwaffe steht). Der Flug startete um 09:40 Uhr morgens und kam fast neun Stunden später um 21:58 Uhr in Neu-Delhi an. Nach genau zwei Stunden am Boden startete das Flugzeug, bevor es gestern Morgen um 04:33 Uhr in Larnaca, Zypern, landete. Der Jet ist heute Morgen nach Köln zurückgekehrt.

Fünf Tonnen medizinische Hilfe

Nach Angaben der Bundeswehr wurde der A350 am Samstag mit fünf Tonnen medizinischer Hilfe beladen. Darunter waren 120 Beatmungsgeräte und 13 Soldaten des zentralen medizinischen Dienstes der Armee. Später in dieser Woche werden zwei Airbus A400M-Flugzeuge ein Sauerstofferzeugungssystem fliegen, das die Soldaten dem indischen Roten Kreuz zeigen werden.

Wie die meisten wissen, handelt es sich bei 10 + 03 nicht um ein taktisches Militärflugzeug, sondern um ein Flugzeug, das für den Transport durch die Regierung verwendet wird. Es steht dem Militär zur Verfügung, wenn dies erforderlich ist, beispielsweise wenn ein dringender Transport von Truppen erforderlich ist.

Der Airbus A350 wurde aufgrund seiner Reichweite von 15.000 Kilometern ausgewählt. Dies bedeutete, dass das Flugzeug ohne Auftanken von und nach Indien fliegen konnte, was bedeutete, dass die Luftwaffe die Zeit am Boden auf ein absolutes Minimum beschränken konnte.

Die Fluggesellschaft 26 Besatzungsmitglieder, darunter Piloten, Begleiter, Techniker und Lademeister. Angesichts des wahrgenommenen COVID-19-Risikos in Indien, das von Deutschland als Virusvariantengebiet eingestuft wird, durften Mitarbeiter das Flugzeug nur verlassen, wenn dies für den Abschluss der Operation erforderlich war. Das Flugzeug wurde stattdessen von Mitgliedern des Indischen Roten Kreuzes entladen. Die Luftwaffe hat ein Video der Reise geteilt, das hier auf Twitter zu sehen ist.

Dies ist bei weitem nicht der längste Flug, den das Flugzeug seit seiner Auslieferung absolviert hat. Anfang dieses Jahres flog das Flugzeug nonstop von Köln in Deutschland nach Canberra in Australien. Dies ist vermutlich der längste Airbus A350-Flug, den es je gab.

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