Deutsche Politiker planen, die Sperrung zu verlängern, aber einige Einschränkungen aufzuheben – insbesondere in Gebieten mit einer geringen Inzidenz von Coronavirus-Fällen. Formelle Gespräche zu diesem Thema finden morgen statt.

Die deutsche Regierung und die Bundesländer werden die Sperrung von COVID-19 nach einem Entwurf der DW um drei Wochen bis zum 28. März verlängern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Staatsoberhäupter werden am Mittwoch über die Maßnahmen diskutieren.

Welche Änderungen stehen auf dem Tisch?

Merkel und die Ministerpräsidenten arbeiten an einem Vertragsentwurf, der die Wiedereröffnung von Geschäften in Gebieten ermöglicht, in denen die Zahl der Coronavirus-Infektionen als relativ gering angesehen wird.

Coronavirus-Fälle müssten auf einen 7-Tage-Durchschnitt von 35 pro 100.000 Menschen fallen.

Einige Filialen wie Floristen, Buch- und Gartengeschäfte könnten auch bei höheren Preisen wieder öffnen.

Dem Textentwurf zufolge dürfen sich ab dem 8. März bis zu fünf Erwachsene aus zwei Haushalten versammeln, bis zu 10 Erwachsene in Gebieten mit niedrigen Infektionsraten. Nach den geltenden Regeln kann jeder Haushalt nur mit einer anderen Person Kontakte knüpfen.

Von der Bundesregierung wird auch erwartet, dass sie die Bürger auffordert, in der Osterzeit Inlands- und Auslandsreisen zu vermeiden.

Die Friseure in Deutschland wurden am Montag wieder in Betrieb genommen, ebenso wie Baumärkte und Blumenläden in bestimmten Bundesländern.

In dem Dokumententwurf wurde der Impfstoffantrieb und die Einführung von Massenantigen-Schnelltests als Rechtfertigung für die Lockerung einiger Maßnahmen angeführt. Deutschland werde Schülern und Lehrern an Schulen mindestens einen kostenlosen Test pro Woche anbieten. Gemäß dem Vorschlag können Unternehmen auch aufgefordert werden, die Tests den Mitarbeitern anzubieten.

Wie sehen die deutschen Sperrmaßnahmen jetzt aus?

Grundschüler kehrten letzte Woche in weiten Teilen Deutschlands in ihre Klassenzimmer zurück, nachdem sie letzten Monat beschlossen hatten, die meisten, aber nicht alle Sperrmaßnahmen bis zum 7. März zu verlängern.

Die meisten Geschäfte sind geschlossen geblieben, seit am 16. Dezember strengere Beschränkungen eingeführt wurden.

Restaurants, Bars, Sport- und Freizeiteinrichtungen sind seit dem 2. November geschlossen.

Hotels in Deutschland sind derzeit für alle außer Geschäftsreisenden geschlossen.

Gegenwärtige Sperrmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass täglich neue Infektionszahlen gesenkt werden.

Experten warnten jedoch letzte Woche, dass sich die rückläufige Infektionsrate stabilisiert und sogar leicht angestiegen sei, wobei die Besorgnis über die Verbreitung neuer Virusvarianten zunahm.

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts für Infektionskrankheiten des Landes am frühen Montag um 3.943 auf 2.451.011. COVID-bedingte Todesfälle stiegen um 358 auf insgesamt 70.463.

Topics #Coronaviren #Coronavirus Ausgangssperre #Deutschland plant