Die deutschen Behörden haben am Freitag sofort die Genehmigung für die Wiederaufnahme der Arbeiten an einer Unterwasserpipeline erteilt, die Erdgas aus Russland bringt.

Gegen die Entscheidung der Federal Maritime and Hydrographic Agency kann Berufung eingelegt werden, was bedeutet, dass der Bau des Nord Stream 2-Projekts erneut eingestellt werden könnte, was in den USA, einigen anderen europäischen Ländern und Umweltverbänden große Kritik hervorgerufen hat.

Die US-Regierung hat argumentiert, dass die Ostsee-Pipeline Europa stärker von russischem Gas abhängig machen und die europäische Energiesicherheit beeinträchtigen würde. Der Kreml hat daraufhin Washington beschuldigt, versucht zu haben, seinen eigenen Verkauf von Flüssigerdgas zu fördern.

Das russische staatlich kontrollierte Erdgasunternehmen Gazprom hat ein Schiff positioniert, um die Arbeiten an der milliardenschweren Pipeline wieder aufzunehmen, die eingestellt wurde, nachdem ein Schweizer Unternehmen seine Schiffe unter Androhung von US-Sanktionen aus dem Projekt gezogen hatte. Da das russische Schiff von einem anderen Typ ist als die Schweizer Schiffe, musste Deutschland eine neue Genehmigung erteilen.

Laut Gazprom müssen noch 6% der Pipeline oder etwa 150 Kilometer fertiggestellt werden.

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