Der deutsche Gesundheitsminister sagte am Freitag, es sei zu früh zu sagen, ob die in der vergangenen Woche auferlegten Beschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus über den November hinaus verlängert werden müssen.

“Es ist tatsächlich zu früh, um dies jetzt zu beurteilen”, sagte Jens Spahn gegenüber dem ARD-Fernsehen. “Wir werden in den nächsten Tagen sehen, ob sie etwas bewirken.”

Die Zahl der neuen täglichen Coronavirus-Fälle in Deutschland erreichte am Freitag einen Rekordwert von 23.542, rund 1.700 mehr als am Donnerstag, und belief sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten auf 751.095.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Staats- und Regierungschefs der Bundesländer werden am Montag zusammentreffen, um zu prüfen, ob die am 2. November verhängten Maßnahmen zur teilweisen Sperrung ausgereicht haben, um einen starken Anstieg der Neuinfektionen zu verlangsamen, der die Krankenhäuser überfordern könnte.

Spahn warnte davor, dass es unwahrscheinlich sei, dass sich das Leben im Dezember wieder normalisieren würde, und sagte, dass Winterereignisse wie Weihnachtsfeiern im Büro, Geburtstage und Hochzeiten wahrscheinlich nicht stattfinden würden.

“Wir haben nie gesagt, dass der November so hart sein würde und dann wäre alles wie zuvor.”

Der bayerische Ministerpräsident Markus Soeder warnte auch davor, die Bordsteine ​​zu schnell anzuheben. Ziel sei es, die siebentägige Inzidenz des Virus auf unter 50 pro 100.000 Einwohner zu senken. In Deutschland gibt es laut RKI derzeit 139 Fälle pro 100.000 Einwohner.

“Es ist wie in der Medizin. Wenn wir die Zahlen jetzt nur ein wenig senken und zu früh aufhören, könnten wir in einen ständigen Wechsel von Sperren und Öffnen geraten”, sagte Soeder gegenüber der Münchner Merkur-Zeitung.

“Das ist für die Menschen schwer zu verstehen. Deshalb müssen wir die Behandlung, die wir begonnen haben, bis zum Erfolg fortsetzen.”

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